Aktuelles, Spielbericht Herren 1

27.03.2019

TSG gibt mit dem Schlusspfiff noch einen Punkt ab

Mit einem 34:34 sind die Leutkircher Handballer vom Auswärtsspiel beim HCB Lauterach am Samstagabend zurückgekehrt. Grundsätzlich ein weiterer wichtiger Zähler im Abstiegskampf, dennoch nach dem Spielverlauf zu wenig, fiel doch der glückliche Ausgleich für die Vorarlberger fast mit dem Schlusspfiff.

Von einer schwierigen Aufgabe sprach TSG-Trainer Manfred Folter vor der Begegnung. Der HCB hat zur Rückrunde personell aufgerüstet und vor allem in eigener Halle bereits einige namhafte Gegner besiegen können. Doch seine Schützlinge kamen erst mal gut aus den Startlöchern und gaben von der ersten Minute an richtig Gas. Die Defensive vor einem erneut stark spielenden Andreas Lutz im Tor war präsent und vorne wurden die sich bietenden Chancen konsequent in Zählbares umgewandelt. Mit 4:8 waren die Allgäuer bereits in Führung, Juri Sperle hatte per Strafwurf getroffen, ehe man sich eine kurze Phase der Unkonzentriertheit leistete. Die Hausherren, bekannt für ihren Kampfgeist und nie aufgebend, nutzten dies prompt aus und kamen bis auf 7:8 wieder heran. Trainer Manfred Folter nahm die fällige Auszeit, um seine Mannen wieder richtig einzustellen. Und dies fruchtete, zum Pausenpfiff des guten Unparteiischen aus Friedrichshafen lagen die Gäste wieder mit drei Toren vorn (13:16).

Auch der Start in den zweiten Durchgang gelang der TSG besser, nach knapp 10 gespielten Minuten stellte erneut Juri Sperle mit einem seiner 13 Treffer auf 16:21. Die Vorarlberger versuchten es nun mit einer noch aggressiveren und offeneren Abwehrformation, das schien die Gäste im einen oder anderen Fall doch aus dem Rhythmus zu bringen. Dennoch gelang es der TSG, stets einen Vorsprung zu halten und als Michael Gantner knappe vier Minuten vor dem Ende zum 30:34 traf, wähnte man eine Vorentscheidung. Nach einer direkt folgenden Zeitstrafe für die Hausherren war die TSG dann sogar noch in Überzahl, diese Situation schien aber bei den Österreichern nochmals zusätzlich Kräfte freizusetzen. Beim Stande von 33:34 und noch 11 zu spielenden Sekunden bekam die TSG einen Strafwurf zugesprochen, mit diesem samt Nachschuss aber Stefan Peterfaj am Lauteracher Torhüter Rainhard Kohler scheiterte. Der HCB nahm noch einmal eine Auszeit um einen letzten taktischen Zug zu besprechen. Und tatsächlich gelang den Hausherren drei Sekunden vor dem Schlusspfiff der viel umjubelte Ausgleich. „Hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir hier heute einen Punkt mitnehmen, hätte ich das sofort unterschrieben. Die Entstehung so ist aber natürlich sehr bitter, an diesen Dingen müssen wir dringend arbeiten, so etwas ist uns ja nicht zum ersten Mal diese Saison passiert“ fasste Leutkirchs Trainer Manfred Folter nach der Partie zusammen. Für die TSG waren am Ball: Andreas Lutz, Andreas Brodbeck und Michael Zeh (alle Tor), Michael Gantner (6), Gianluca Rizzo (4), Valentin Menge, Steffen Volz (4), Stefan Peterfaj (1), Juri Sperle (13/4), Nico Lau (2), Johannes Bauhofer (1), Michael Willburger (3) und Pius Göser.

Trotz dieses bitteren Punktverlustes hat die TSG nach wie vor alles in der eigenen Hand wa den Klassenerhalt betrifft. Am kommenden Samstag ist man um 20:00 Uhr zu Gast bei der SG Ulm & Wiblingen. Wird hier erneut gepunktet, könnte der Verbleib in der Bezirksliga bereits in greifbare Nähe rücken. Die letzten Auftritte der Allgäuer geben auf jeden Fall Grund zum Optimismus. 


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