Aktuelles, Spielbericht Herren 1

10.04.2019

Herren 1 noch nicht gerettet – Entscheidende Partie am heutigen Abend

Lange Zeit sah es in den letzten Wochen so aus, als ob die Herren um Trainer Manfred Folter den berühmten Sack vorzeitig zumachen könnten und den Verbleib in der Bezirksliga damit zu sichern. Nach zuletzt allerdings wieder zwei schwächeren Auftritten, zudem spielten alle anderen Teams in der Liga nicht zugunsten der TSG, kommt es nun am heutigen Samstag tatsächlich zum alles entscheidenden Spiel. Erringen die Hausherren mindestens einen Zähler gegen Laupheim 2 so bleibt man in der Bezirksliga, verliert man dagegen bedeutet dies den Abstieg in die Bezirksklasse. Dabei sah es, beginnend mit der Begegnung bei der TG Biberach 2, zuletzt noch recht gut aus für die Allgäuer. Die Jungs um Juri Sperle und Johannes Bauhofer zeigten endlich, dass die verletzungsbedingten Umstellungen in der Mannschaft Erfolg hatten. Die Hausherren aus Biberach schienen zunehmend überrascht ob des frechen und forschen Auftretens der Folter-Schützlinge. So verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen, bei Stande von 10:10 wurden die Seiten gewechselt. Die ersten Minuten in Durchgang zwei gehörten dann eindeutig den Herren der TSG, die nun richtig befreit aufspielten und bereits mit 14:18 führten, ehe Biberach wieder verkürzen und so da Spiel nochmal spannend machen konnte. Eine knappe Minute vor dem Ende stand es dann 23:24, ein Fehlwurf der TG führte nochmals zum Ballbesitz für Leutkirch, Juri Sperle war es letztlich, der mit einem seiner 9 Tore den 23:25-Endstand für die Seinen markierte. „Heute haben wir gezeigt, dass wir noch leben und hatten endlich auch mal das nötige Glück, das man in dieser Situation auch braucht, um solche Spiele auch mal positiv über die Bühne zu bringen“, freute sich Manfred Folter nach dem Schlusspfiff. Eine Woche danach fand dann das Nachholspiel zuhause gegen den HC Lustenau statt. Die Gäste, bei denen zwar zwei Akteure aus der Stammmannschaft fehlten, hatten an diesem Abend überhaupt nichts zu bestellen bei der TSG. Die Jungs von Manfred Folter erwischten einen absoluten Sahne-Tag, es gelang fast alles. Als der überaus souveräne Unparteiische aus Biberach zur Pause pfiff, lag die TSG bereits mit 16:13 in Front. Und dieses Mal gab es keinen Bruch im Leutkircher Spiel, ganz im Gegenteil. Die Hausherren spielten sich nun in einen wahren Rausch und legten Tor um Tor weiter zu, als Manuel Bauhofer gut 10 Minuten vor dem Ende mit einem schönen Treffer auf 32:20 stellte war die Messe gelesen und zwei weitere wichtige Punkte auf der Habenseite der TSG vermerkt. Am Ende hieß es gar 39:25. 

Einen Punkt leichtfertig verschenkt und zwei Niederlagen folgten

Dieser Elan sollte dann auch mit zum schweren Auswärtsspiel beim HCB Lauterach genommen werden. Und tatsächlich sah es lange Zeit so aus, als sollten die Folter-Schützlinge auch hier zwei Zähler ergattern können, zur Halbzeit lag man mit 13:16 in Führung und baute den Vorsprung sogar bis auf 23:28 aus, knappe 12 Minuten waren da noch auf der Uhr. Als Michael Gantner knappe vier Minuten vor dem Abpfiff zum 30:34 traf, wähnte man sich bereits sicher, zu sicher wie sich herausstellen sollte. Zu hastige Abschlüsse ermöglichten den kampfstarken Hausherren am Ende tatsächlich noch einen Zähler. Nachdem man zunächst mit einem Strafwurf inklusive Nachschuss am Vorarlberger Torhüter scheiterte, konnte Lauterach quasi mit dem Schlusspfiff noch den bitteren 34:34 Ausgleich erzielen. Ein Punktverlust für die TSG, der am Ende sogar bereits für den Klassenerhalt gereicht hätte. Nichts zu ernten dagegen gab es dann eine Woche später beim Tabellenzweiten, der SG Ulm & Wiblingen. Die körperlich überlegenen Hausherren schafften es, fast jeden Fehler der TSG knallhart und gnadenlos zu bestrafen. Auch im Spiel Mann gegen Mann waren die Mannen aus Leutkirch an diesem Tag nicht wirklich präsent, so dass die überaus deutliche 41:30-Schlappe am Ende wenig verwunderlich war. „Klar hatten wir heute auch wieder mindestens 10 Aluminiumtreffer, dennoch darf man sich vor allem in der Abwehr so nicht präsentieren“, so Manfred Folter.

So wollte man den noch fehlenden Punkt zum rettenden Ufer am vergangenen Sonntag bei der HSG Langenau/Elchingen 2 holen. Das Hinspiel in Leutkirch hatte man seinerzeit ja immerhin gewinnen können. Am Ende verspielte die TSG den möglichen Sieg wie schon so oft in dieser Saison binnen weniger Minuten. Nachdem die Hausherren lange Zeit in Führung lagen, konnten die Leutkircher aufholen und kurz nach Wiederanpfiff sogar mit 18:20 in Front gehen. Allerdings vergab man in der Folge wieder viele Chancen leichtfertig und packte hinten nicht mehr konsequent genug zu. So bekam die HSG wieder Oberwasser und konnte sich wenige Minuten vor dem Ende mit 29:23 vorentscheidend absetzen. 33:28 hieß es am Ende einer zerfahrenen und phasenweise ruppigen Begegnung. 

Heute also alles oder nichts

So kommt nun doch das, was man im Leutkircher Lager eigentlich vermeiden wollte und hätte auch können. Das alles entscheidende Spiel um den Klassenerhalt. Da die heutigen Gäste, die wir zum „Showdown“ recht herzlich im Allgäu begrüßen, ihre letzten beiden Begegnungen gewinnen konnten, trennen die Kontrahenten vor dem Anpfiff noch zwei Punkte. Die Sachlage ist hierbei eindeutig: Holt die heimische TSG mindestens einen Punkt, dann bleibt man in der Liga und Laupheim steigt ab. Gewinnen jedoch die Gäste, muss die Folter-Truppe den bitteren Weg zurück in die Bezirksklasse antreten, weil Laupheim 2 dann punktgleich mit der TSG ist, den direkten Vergleich allerdings für sich entschieden hätte (die TSG verlor das Hinspiel in Laupheim mit 29:38 Toren). Jede Menge Spannung ist also garantiert, es geht am heutigen Abend um die Wurst. Die Hausherren werden alles daransetzen, eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen positiv zu beenden, der Klassenerhalt war und ist nach wie vor das Ziel. Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle am Seelhausweg. 


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