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Aktuelles, Bericht Nordisch · Roland Ammann

11.03.2017

Annette Ammann (rechts) und Kerstin Drexler Foto: Roland Ammann

Kerstin Drexler und Annette Ammann bei der Senioren-WM erfolgreich

Die Senioren-Weltmeisterschaften waren für Annette Ammann und Kerstin Drexler von der TSG-Skiläuferzunft Leutkirch der absolute Saisonhöhepunkt, und ganz erfolgreich dazu.

Im schweizerischen Klosters-Davos wurden auf selektiven Strecken und sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen die Medaillen und Platzierungen ausgelaufen.

In klassischer Technik ging es am Sonntag bei Schneefall um 0 Grad und dadurch schwierigen Wachsbedingungen auf der 15 Kilometer langen und mit 340 Metern im Anstieg  anspruchsvollen Strecke um die ersten Medaillen. Sofort nach dem Massenstart der Klasse F04 (46-50 Jahre) musste sich Annette Ammann einer russischen Übermacht erwehren. Die Leutkircherin versuchte sich aus dem taktischen Rennen der Konkurrenz durch die Flucht nach Vorne zu entziehen und schlug sofort ein hohes Tempo an, das sie zur Überraschung der sich ständig abwechselnden drei Russinnen bis ins Ziel halten konnte. Lohn dieser Bravourleistung war die Goldmedaille nach 51.50 Minuten. Gegen sehr starke Konkurrenz aus Norwegen, Russland und Finnland errang Kerstin Drexler bei den Frauen 05 (51-55 Jahre) nach 55.04 Minuten der sehr gute vierte Platz.

Tags darauf, bei wesentlich besserem Wetter mit nur einzelnen Schneeschauern startete Annette Ammann über 10 Kilometer in freier Technik und gewann nach 31.46 Minuten die Bronzemedaille hinter einer überragenden russischen Läuferin und der schweizer Lokalmatadorin.

Bei Kaiserwetter ging es am Mittwoch für die Skaterinnen über 30 Kilometer und 680 Höhenmeter. Hier setzte sich die Siegerin über 10 Kilometer sehr schnell ab, dahinter entwickelte sich ein Dreikampf um die Silber- und Bronzemedaille. Darunter Annette Ammann und zwei Russinnen, von denen eine als Tempomacherin für ihre Landsmännin 15 Kilometer lang fungierte. Alle Ausreissversuche der SZlerin wurden dadurch vereitelt. Am Ende gewann Annette Ammann nach 1:36:52 Stunden die Bronzemedaille. Kerstin Drexler hat sich für den langen Kanten in der klassischen Technik am Tag darauf entschieden. Starker Schneeregen und sich in der Spur bildende Pfützen erschwerten die Bedingungen enorm. Durch die schnell ansteigende Lawinengefahr musste die Strecke dann sogar noch etwas verkürzt werden. Für diese dann immerhin noch 24 Kilometer hatte sich Kerstin Drexler speziell vorbereitet. Diese Konzentration hat sich mehr als gelohnt. Immer wieder wechselte die Position zwischen der Allgäuerin, einer Norwegerin und Finnin. Lediglich eine Schwedin konnte sich Vorne etwas absetzten. Mit starkem Schlussteil sicherte sich Kerstin Drexler nach 1:24:10 Stunden die hochverdiente Silbermedaille.

Am Freitag war dann Staffeltag. Hier wurde 4 x 5 km gelaufen, davon der ersten beiden Strecken in klassischer Technik, die beiden Schlussrunden in freier Technik. Annette Ammann wurde in der deutschen Staffel F2 und Kerstin Drexler in der F3 jeweils als zweite Läuferinnen gesetzt. Die Startläuferin in Annette’s Klasse lief ein gutes Rennen und übergab hinter Finnland und der Schweiz an dritter Stelle. Annette Ammann setzte sich nach kurzer Zeit und überragendem Lauf (17.26 Min.) an die Spitze und  übergab mit großem Vorsprung als Erste. Die folgenden Läuferinnen verloren etwas an Boden, sicherten der deutschen Staffel aber noch den überraschenden dritten Platz hinter Russland und der Schweiz. Mit Rundenbestzeit ihrer Altersklasse reichte es Kerstin Drexler und ihren etwas unter Form laufenden Kameradinnen zum fünften Platz.

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