Die Herren der TSG 1847 Leutkirch mussten in den vergangenen beiden Spielen zwei deutliche Niederlagen hinnehmen. Zunächst unterlag die TSG in der heimischen Seelhaushalle dem HC Lustenau 2 mit 22:33. Bereits zur Halbzeit lag Leutkirch mit 7:20 zurück. Eine Woche später folgte auswärts bei der HSG Oberstaufen-Lindenberg eine 21:33-Niederlage.
Rabenschwarzer Start gegen Lustenau 2
Im Heimspiel gegen den HC Lustenau 2 erwischte die TSG einen denkbar schlechten Start. Zwar konnte Leutkirch nach einem frühen Rückstand zunächst noch zum 2:2 ausgleichen, verlor danach jedoch zunehmend den Zugriff auf die Partie. Lustenau nutzte die Unsicherheiten der Gastgeber konsequent aus, kam zu einfachen Toren und setzte sich bereits in der Anfangsphase deutlich ab. Auch eine frühe Auszeit brachte zunächst nicht die gewünschte Ruhe ins Spiel, sodass der Rückstand bis zur Halbzeit auf 7:20 anwuchs.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die TSG ein anderes Gesicht. Die Mannschaft nahm den Kampf besser an, spielte im Angriff zielstrebiger und kam nun regelmäßiger zu Torerfolgen. Dennoch war der Rückstand aus der ersten Halbzeit zu groß, um das Spiel noch einmal ernsthaft offen gestalten zu können. Am Ende musste sich Leutkirch trotz einer engagierteren zweiten Halbzeit mit 22:33 geschlagen geben.
Das Trainerfazit fiel entsprechend deutlich aus: Die Mannschaft habe einen „rabenschwarzen Start“ erwischt, sei „nicht aus den Puschen gekommen“ und habe dem Gegner zu schnell zu einfache Tore ermöglicht. Danach habe man den Kampf zwar angenommen, allerdings zu spät, um den großen Abstand noch einmal aufzuholen.
Besonders bitter war, dass sich mit Fabian Scharnagl und Niklas Hüber zwei wichtige Spieler verletzten. Damit verschärfte sich die Personalsituation im Kader für die kommenden Aufgaben deutlich. Trotz der klaren Niederlage gab sich die Mannschaft nicht auf und versuchte, nach der schwierigen Anfangsphase weiter dagegenzuhalten.
Dezimierte TSG kämpft in Lindenberg
Auch beim Auswärtsspiel in Lindenberg war die Ausgangslage alles andere als einfach. Aufgrund von Verletzungen und privaten Terminen fehlten der TSG viele wichtige Spieler. Deshalb war die Mannschaft auf erfahrene Unterstützung aus dem erweiterten Spielerkreis angewiesen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Christoph Zettler, Michael Gantner und Christian Scheich, die ausgeholfen und die Mannschaft in dieser schwierigen Situation unterstützt haben.
Unter diesen Voraussetzungen ging es für die TSG vor allem darum, sich geschlossen zu präsentieren, die Kräfte gut einzuteilen und sich trotz dünner Besetzung bestmöglich zu verkaufen. Das Trainerfazit brachte die Situation passend auf den Punkt: Aufgrund der geringen Spieleranzahl habe man versucht, „das Schlimmste zu verhindern“ und ohne weitere Verletzungen aus der Partie zu kommen.
Leutkirch geriet auch in Lindenberg früh in Rückstand, kämpfte sich nach einem 0:4-Start aber noch einmal heran und verkürzte zwischenzeitlich auf 5:6. Danach übernahm die HSG Oberstaufen-Lindenberg wieder mehr Kontrolle und setzte sich bis zur Halbzeit ab. Auch im zweiten Durchgang blieb Leutkirch bemüht, fand immer wieder Lösungen im Angriff und kämpfte trotz der schwierigen Voraussetzungen weiter um jedes Tor. Mit zunehmender Spieldauer machte sich die dünne Besetzung jedoch bemerkbar, sodass Lindenberg den Vorsprung weiter ausbauen konnte und am Ende mit 33:21 gewann.
Trotz der Niederlage zeigte die TSG Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt. Positiv hervorzuheben war außerdem die gute Torwartleistung von Lukas Hösch, der mit mehreren Paraden wichtige Bälle entschärfte und seiner Mannschaft immer wieder Rückhalt gab. Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, brachte Leutkirch das Spiel geschlossen zu Ende und konnte zumindest vermeiden, dass weitere Verletzungen hinzukamen.
Blick nach vorne: Heimderby gegen Isny
Nach diesen beiden schweren Spielen richtet sich der Blick nun nach vorne. Am kommenden Spieltag wartet auf die TSG ein besonderes Duell: das Heimspiel gegen den TV Isny. Für Leutkirch ist es nicht nur das nächste wichtige Saisonspiel, sondern auch das erste Derby gegen Isny seit vielen Jahren.
Gerade nach dem schwierigen Saisonstart und den Verletzungssorgen bietet dieses Derby die Chance, neue Energie freizusetzen. Vor heimischem Publikum will die TSG ein anderes Gesicht zeigen, von Beginn an wach sein und den Kampf diesmal direkt annehmen. Gegen Isny wird es darauf ankommen, einfache Fehler zu vermeiden, in der Abwehr kompakter zu stehen und im Angriff geduldig die eigenen Chancen herauszuspielen.
Ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze. Für die TSG Leutkirch ist es die perfekte Gelegenheit, mit Leidenschaft, Zusammenhalt und der Unterstützung der Zuschauer in der heimischen Halle ein Zeichen zu setzen.
