Leutkirch – Warum lassen sich jedes Jahr im November Männer auf der ganzen Welt einen Schnurrbart wachsen? Und was haben Handball und Prostatakrebsforschung damit zu tun? Antworten darauf gibt es am Dienstag, 3. November 2026 ab 19 Uhr, wenn die Handballabteilung der TSG Leutkirch zu einem unterhaltsamen Abend rund um Movember, Männergesundheit und Forschung ins Leutkircher Vereinsheim einlädt.
Handball und Movember – das passt ohnehin gut zusammen. Schon die Handball-Bundesliga machte sich mit Nationalspielern wie Uwe Gensheimer und Tobias Reichmann für die Movember-Idee stark. Und dass Handballer Schnurrbart können, hat nicht zuletzt Weltmeister Mimi Kraus mit seinem legendären „Heiner-Brand-Bart“ bewiesen.
Hinter dem augenzwinkernden Schnurrbart steckt allerdings ein ernstes Anliegen: Movember ist eine weltweite Bewegung für Männergesundheit. Der Name ist ein Kofferwort aus dem englischen „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“. Jedes Jahr lassen sich Männer rund um den Globus im November einen Schnurrbart wachsen, um Aufmerksamkeit zu schaffen, Gespräche anzustoßen und Spenden zu sammeln. Im Mittelpunkt stehen Prostatakrebs, Hodenkrebs, psychische Gesundheit und Suizidprävention. Männer sollen ermutigt werden, auf ihre körperliche und seelische Gesundheit zu achten, Vorsorgeangebote wahrzunehmen und sich bei Problemen frühzeitig Hilfe zu holen.
Was hinter der Movember-Bewegung steckt und vor allem, was mit den gesammelten Spendengeldern geschieht, erläutert an diesem Abend der gebürtige Leutkircher Sebastian Dieng. Er arbeitet bei den Schwesterfirmen OnkoZert / ClarData aus Neu-Ulm, die sich seit Jahren für Movember engagieren – mit Fachvorträgen, Movember-Partys, Schnurrbart-Aktionen und Spendenaufrufen.
Ein Beispiel dafür, was mit Movember-Spenden ermöglicht wird, kennt der Referent aus seiner täglichen Arbeit: die von Movember finanzierte PCO-Studie zum Prostatakrebs, für die er und sein Team mitverantwortlich sind. Gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS), OnkoZert / ClarData und den beteiligten DKG-zertifizierten Prostatakrebszentren wird untersucht, wie sich Behandlungsergebnisse und Lebensqualität von Patienten weiter verbessern lassen. Ein konkretes Beispiel dafür, wie aus Schnurrbärten und Spenden echte Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung entstehen können.
Dabei soll es kein trockener medizinischer Fachvortrag werden: Schnurrbärte, Geschichten und Humor gehören genauso zum Abend wie Männergesundheit und Forschung.
