Thomas Hölzel gewinnt den Sprint um Rang fünf auf der 214 Kilometer langen Königsdistanz. Martin Knauer fährt auf der 138er ebenfalls auf Platz fünf.
Beim Rad-Marathon Tannheimer Tal waren von der TSG Leutkirch Thomas Hölzel, Timo Funk, Max Krohmer über 214 KM und 3.500 Hm, sowie Martin Knauer über 138 KM am Start. Die Königsdistanz führte ins Oberallgäu und nach Vorarlberg über Riedbergpass, Hochtannbergpass und Gaichtpass.
Herausragender Mann des Teams war Thomas Hölzel der ein ebenso starkes wie kluges Rennen fuhr. Wie hart die 214 Kilometer forderten, zeigte sich früh: Schon am ersten großen Anstieg nach Gunzesried zerfiel das Feld in kleine, weit auseinandergerissene Gruppen. Thomas gehörte von Beginn an zu den Stärksten und hielt sich stets vorne. Am Riedbergpass, mit 1.407 Metern die höchste Passstraße Deutschlands, war die Führungsgruppe bereits auf rund zehn Fahrer geschmolzen. Auf dem Weg zum Hochtannbergpass schlossen zwar noch einige Fahrer wieder auf, doch am brutalen Schlussanstieg – rund 13 Kilometer und 900 Höhenmeter mit bis zu 14 Prozent Steigung – setzte der spätere Gesamtsieger Simon Oppel von Rad Union Salzburg die entscheidende Attacke und fuhr davon. Die Vergabe der weiteren Spitzenplätze fiel erst am Gaichtpass, der letzten Hürde rund 16 Kilometer vor dem Ziel. Thomas Hölzel hielt in der verbliebenen Gruppe das Tempo und erreichte im direkten Zweikampf im Sprint den herausragenden fünften Gesamtrang in 5:37:13 Std. auf der anspruchsvollsten Distanz des Tages.
Timo Funk und Max Krohmer waren im zweiten Startblock. Trotz hohem Anfangstempo konnte ein Sprung an die erste Gruppe nicht gelingen. Gemeinsam fuhren die beiden bis kurz vor den Hochtannbergpass zusammen und unterstützten sich dabei bestmöglich. Dort verlor Timo den Anschluss, nachdem ihm Magenprobleme an einer Verpflegungsstation viel Zeit kosteten. Max Krohmer bewältigte mit gleichmäßig gutem Tempo den Hochtannberg und konnte sich in der Abfahrt auf ein 15-köpfiges Feld aufschließen. Am Gaichtpass attackierte Max und reduzierte die Gruppe auf vier Fahrer, ehe er 300 Meter vor dem Ziel noch einmal antrat und die drei Begleiter abschüttelte und so auf Gesamtrang 41 kam. Timo Funk biss sich durch und erreichte Platz 71 von 550 gewerteten Fahrern.
Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Martin Knauer auf der 138 Kilometer langen Distanz mit rund 870 Höhenmetern. Die Route führte vom Start in Tannheim zunächst über das Oberjoch, ehe es zurück ins Tannheimer Tal und über den Gaichtpass hinab nach Weißenbach ging. Durch das Lechtal rollte das Feld flussaufwärts bis zur Wende in Holzgau und anschließend wieder zurück, bevor zum Abschluss auf den letzten 16 Kilometern noch einmal der Gaichtpass zu überwinden war. Über die gesamte Distanz mischte Martin Knauer angriffslustig immer an der Spitze mit, scheute die Tempoarbeit nicht und überließ das Renngeschehen zu keiner Zeit den anderen. Belohnt wurde diese aktive, mutige Fahrweise am Ende mit einem hervorragenden fünften Platz.
Unterm Strich präsentierten sich die Fahrer der TSG Leutkirch auf allen Distanzen in bestechender Form – mit gleich zwei fünften Plätzen als Ausrufezeichen eines rundum gelungenen Renntages im Tannheimer Tal.
